Der Musculus teres major ist auf der Rückseite des Körpers lokalisiert und entspringt vom unteren Rand des Schulterblattes (Angulus inferior scaplulae) und zieht über eine gemeinsame Endsehne mit dem Musculus latissimus dorsi durch die Achselhöhle zor Vorderseite des Oberarmknochens (Crista tuberculi minoris humeri). Dabei liegt der Musculus teres major oberhalb (kranial) vom Musculus latissimus dorsi.
Durch den Verlauf kann der Muskel den Arm nach innen drehen (Innenrotation), nach hinten ziehen (Retroversion) und wenn der Arm vom Körper seitlich wegbewegt wurde in wieder an den Körper heranziehen (Adduktion).
Versorgender Nerv: Nervus thoracodorsalis, in seltenen Fällen auch schon mal der Nervus subscapularis
Freitag, 15. Juni 2012
Freitag, 8. Juni 2012
Das Kreuzbein
Das menschliche Kreuzbein (os Sacrum) ist in etwa keilförmiger Knochen auf dem die Wirbelsäule steht. Es ist im Grunde seine Verlängerung nach unten zu den Füßen hin (nach caudal) und bestand vor millionen Jahren aus einzelnen inzwischen zusammengewachsenen Wirbeln. Nach unten hin kommt nach dem Kreuzbein das Steißbein das noch einzelne Wirbelchen hat.
Das Kreuzbein steckt auf der Rückseite zwischen den beiden Beckenschaufeln und ist mit ihnen duch die beiden Kreuzbeingelenke (Iliosacralgelenke oder ISG) und den Bändern Ligg. Iliosacrale flexibel verbunden. Die Beweglichkeit beträgt normalerweise nur wenige Millimeter in einer "Kippbewegung" (Nutation-Gegennutation) vor und zurück. Gelegentlich "blockiert" eines dieser Gelenke was zu starken Schmerzen führen kann. Diagnostiziert wird eine solche Blockierunung relativ oft, wobei es sich meistens um eine Fehldiagnose handelt.
Wegen der kleinen Bewegung und ziemlich dickem Gewebe über den beiden Gelenken ist eine genaue Diagnose recht schwierig und nur mit manuellen Testen zu machen. Spinalnerven (Verlängerung des Rückenmarkes) verlaufen in einem Hohlraum innerhalb des Kreuzbeines weiter und treten beidseitig aus. Bei wenigen Menschen ist der obere ursprüngliche Kreuzbeinwirbel (S 1) nicht wie üblich mit den anderen Kreuzbeinwirbeln verwachsen. So scheinen diese Menschen 6 Lendenwirbel anstatt 5 zu haben. Das ist in der Regel problemlos.
Das Kreuzbein steckt auf der Rückseite zwischen den beiden Beckenschaufeln und ist mit ihnen duch die beiden Kreuzbeingelenke (Iliosacralgelenke oder ISG) und den Bändern Ligg. Iliosacrale flexibel verbunden. Die Beweglichkeit beträgt normalerweise nur wenige Millimeter in einer "Kippbewegung" (Nutation-Gegennutation) vor und zurück. Gelegentlich "blockiert" eines dieser Gelenke was zu starken Schmerzen führen kann. Diagnostiziert wird eine solche Blockierunung relativ oft, wobei es sich meistens um eine Fehldiagnose handelt.
Wegen der kleinen Bewegung und ziemlich dickem Gewebe über den beiden Gelenken ist eine genaue Diagnose recht schwierig und nur mit manuellen Testen zu machen. Spinalnerven (Verlängerung des Rückenmarkes) verlaufen in einem Hohlraum innerhalb des Kreuzbeines weiter und treten beidseitig aus. Bei wenigen Menschen ist der obere ursprüngliche Kreuzbeinwirbel (S 1) nicht wie üblich mit den anderen Kreuzbeinwirbeln verwachsen. So scheinen diese Menschen 6 Lendenwirbel anstatt 5 zu haben. Das ist in der Regel problemlos.
Dienstag, 5. Juni 2012
Cortison
Der Name Cortison wurde dem erstem in der Nebennierenrinde des Menschen gefundenen Wirkstoff gegeben. Später stellte sich heraus, dass Cortison eine Vorstufe des eigentlichen Hormons Cortisol (Hydrocortison) ist. Datei:Cortison.jpg Cortison wurde in den Jahren 1936-1940 von mehreren Arbeitsgruppen isoliert und unterschiedlich bezeichnet: als "compound F" von Wintersteiner, als "Substanz Fa" durch Reichstein und als "compound E" von der Arbeitsgruppe um Kendall. Das spätere Cortisol oder Hydrocortison wurde 1937/38 von Reichstein hergestellt.
Cortison und Cortisol werden auch als Glucocorticoidhormone (Zuckerhormone) bezeichnet, da sie in der Lage sind den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Es ist eine ihrer Aufgaben, im Körper Glukose in ausreichender Menge bereit zu stellen. Sie greifen darüberhinaus in eine Reihe anderer Stoffwechselvorgänge ein. Die Knochenbildung, das Fettgewebe und der Eiweißstoffwechsel wird von diesen Hormonen beeinflusst. Darüber hinaus sind sie an immunologischen Prozessen beteiligt und beeinflussen die Produktion und Verteilung von Leukozyten, Erythrozyten und Blutplättchen.
Cortisol ist neben den Katecholaminen ein wichtiges Stresshormon. Bei Stresssituation kommt es zu einem starken Anstieg der Cortisolproduktion. Das Cortisolsystem reagiert aber träger als das Katecholaminsystem.
Cortisol ist für den Menschen und höhere Tiere lebensnotwendig.
Die Nebennierenrindenproduktion an Cortisol wird durch die Hypophyse mit ihrem Hormon ACTH und noch eine Stufe höher durch den Hypothalamus durch seinen Cortikotropin Releasing Factor (CRF) angeregt.
Während der Nacht sinkt die Cortisolproduktion stark ab. Am Morgen kommt es zu einem starken Anstieg des Cortisolspiegels.
Cortisol hat auch eine geringe Aldosteron ähnliche Wirkung und muss bei einem Mangel an funktionstüchtigem Nebennierenrindengewebe ersetzt werden.
Durch die chemische Abwandlung des Cortisol konnte seine Wirkung verstärkt und seine aldosteronartige Wirkung reduziert werden.
Der normale Cortisonspiegel im Körper schwankt zwischen fast null in der Nacht und am Vormittag. Deswegen ist die Bestimmung eines Cortisoltagesprofils zur Überprüfung der Nebennierenrindenfunktion notwendig.
Cortison und Cortisol werden auch als Glucocorticoidhormone (Zuckerhormone) bezeichnet, da sie in der Lage sind den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Es ist eine ihrer Aufgaben, im Körper Glukose in ausreichender Menge bereit zu stellen. Sie greifen darüberhinaus in eine Reihe anderer Stoffwechselvorgänge ein. Die Knochenbildung, das Fettgewebe und der Eiweißstoffwechsel wird von diesen Hormonen beeinflusst. Darüber hinaus sind sie an immunologischen Prozessen beteiligt und beeinflussen die Produktion und Verteilung von Leukozyten, Erythrozyten und Blutplättchen.
Cortisol ist neben den Katecholaminen ein wichtiges Stresshormon. Bei Stresssituation kommt es zu einem starken Anstieg der Cortisolproduktion. Das Cortisolsystem reagiert aber träger als das Katecholaminsystem.
Cortisol ist für den Menschen und höhere Tiere lebensnotwendig.
Die Nebennierenrindenproduktion an Cortisol wird durch die Hypophyse mit ihrem Hormon ACTH und noch eine Stufe höher durch den Hypothalamus durch seinen Cortikotropin Releasing Factor (CRF) angeregt.
Während der Nacht sinkt die Cortisolproduktion stark ab. Am Morgen kommt es zu einem starken Anstieg des Cortisolspiegels.
Cortisol hat auch eine geringe Aldosteron ähnliche Wirkung und muss bei einem Mangel an funktionstüchtigem Nebennierenrindengewebe ersetzt werden.
Durch die chemische Abwandlung des Cortisol konnte seine Wirkung verstärkt und seine aldosteronartige Wirkung reduziert werden.
Der normale Cortisonspiegel im Körper schwankt zwischen fast null in der Nacht und am Vormittag. Deswegen ist die Bestimmung eines Cortisoltagesprofils zur Überprüfung der Nebennierenrindenfunktion notwendig.
Sonntag, 3. Juni 2012
Epicondylitis - Der Tennisarm
Epicondylitis ("Tennisarm") ist eine schmerzhafte Muskelfaserentzündung an den Sehnenansätzen der Unterarme.
Sie entsteht durch Überanspruchung der Unterarme, d.h. extreme oder dauernd wiederkehrende Bewegungen:
Einseitige Beanspruchung (z.B. Tastatur-, Mausbenutzung)
Falsche Haltung (auch bei Haus- und Gartenarbeit oder Hobby)
Falsche Technik oder Griffstärke bei Schlägersportarten (Tennis, Golf)
Es herrscht Druckschmerz an den betroffenen Muskeln sowie eine ausstrahlende, ziehende Schmerzen im gesamten Unterarm. Anfangs schmerzen die Unterarme nur bei Belastung. Im Mittelstadium schmerzen sie auch belastungsfrei, und die Kraft läßt nach.
Die Therapierung erfolgt mittels Kühlung, Ultraschall, Lasertherapie, Interferenztherapie, Hochvolttherapie, Elektrostimulationstherapie Muskelkräftigungsübungen, Armschlinge, Bandagen, Verbände, Stoßwellen-Therapie (ESWT und Lithotripsie), Anwendung von Kremen (Voltaren, Vioxx) und Gels, Manuelle Therapie, Krankengymnastik, lokale Friktionsmassagen und die Abgabe von Kortison.
Eine nicht zu unterschätzende Alternative ist die Inanspruchnahme eines Chiropraktikers.
Sie entsteht durch Überanspruchung der Unterarme, d.h. extreme oder dauernd wiederkehrende Bewegungen:
Einseitige Beanspruchung (z.B. Tastatur-, Mausbenutzung)
Falsche Haltung (auch bei Haus- und Gartenarbeit oder Hobby)
Falsche Technik oder Griffstärke bei Schlägersportarten (Tennis, Golf)
Es herrscht Druckschmerz an den betroffenen Muskeln sowie eine ausstrahlende, ziehende Schmerzen im gesamten Unterarm. Anfangs schmerzen die Unterarme nur bei Belastung. Im Mittelstadium schmerzen sie auch belastungsfrei, und die Kraft läßt nach.
Die Therapierung erfolgt mittels Kühlung, Ultraschall, Lasertherapie, Interferenztherapie, Hochvolttherapie, Elektrostimulationstherapie Muskelkräftigungsübungen, Armschlinge, Bandagen, Verbände, Stoßwellen-Therapie (ESWT und Lithotripsie), Anwendung von Kremen (Voltaren, Vioxx) und Gels, Manuelle Therapie, Krankengymnastik, lokale Friktionsmassagen und die Abgabe von Kortison.
Eine nicht zu unterschätzende Alternative ist die Inanspruchnahme eines Chiropraktikers.
Sonntag, 27. Mai 2012
Der Schultergürtel
Als Schultergürtel (Cingulum membri thoracici) bezeichnet man bei Wirbeltieren die Knochen, die die vordere Extremität (beim Menschen die obere, also den Arm) mit dem Rumpf verbinden. Zusammen mit dem Beckengürtel gehört der Schultergürtel zum sogenannten Zonoskelett.
Im wesentlichen unterscheidet man drei Knochen, die allerdings nicht in gleicher Weise bei allen
Wirbeltieren ausgebildet sind:
Scapula (Schulterblatt)
Clavicula (Schlüsselbein)
Coracoid (Rabenbein)
Bei den Knochenfischen sind Scapula und Coracoid u-förmig verbunden. Die Clavicula ist als Hautverknöcherung bereits angedeutet. Bei den Amphibien fehlt die Clavicula. Bei Reptilien ist die Clavicula und Scapula oft nur knorplig, zudem gibt es eine Interclavicula die das eigentliche Schlüsselbein mit dem Brustbein (Sternum) verbindet. Auch bei extremitätenlosen Reptilien (wie den Schlangen) sind Clavicula und Scapula noch in Resten vorhanden. Vögel besitzen alle drei Knochen des Schultergürtels. Das Coracoid ist bei ihnen der kräftigste Knochen.
Bei den meisten Säugetieren (inklusive Mensch) ist das Rabenbein zu einem Fortsatz (Processus coracoideus) am Schulterblatt zurückgebildet. Lediglich die Kloakentiere besitzen ein eigenständiges Rabenbein. Auch das Schlüsselbein ist bei den meisten Säugetieren zurückgebildet, beim Menschen aber vorhanden. Der wichtigste oder gar einzige Knochen zur Verbindung mit dem Rumpf ist somit das Schulterblatt, welches muskulös mit dem Thorax verbunden ist.
Im wesentlichen unterscheidet man drei Knochen, die allerdings nicht in gleicher Weise bei allen
Wirbeltieren ausgebildet sind:
Scapula (Schulterblatt)
Clavicula (Schlüsselbein)
Coracoid (Rabenbein)
Bei den Knochenfischen sind Scapula und Coracoid u-förmig verbunden. Die Clavicula ist als Hautverknöcherung bereits angedeutet. Bei den Amphibien fehlt die Clavicula. Bei Reptilien ist die Clavicula und Scapula oft nur knorplig, zudem gibt es eine Interclavicula die das eigentliche Schlüsselbein mit dem Brustbein (Sternum) verbindet. Auch bei extremitätenlosen Reptilien (wie den Schlangen) sind Clavicula und Scapula noch in Resten vorhanden. Vögel besitzen alle drei Knochen des Schultergürtels. Das Coracoid ist bei ihnen der kräftigste Knochen.
Bei den meisten Säugetieren (inklusive Mensch) ist das Rabenbein zu einem Fortsatz (Processus coracoideus) am Schulterblatt zurückgebildet. Lediglich die Kloakentiere besitzen ein eigenständiges Rabenbein. Auch das Schlüsselbein ist bei den meisten Säugetieren zurückgebildet, beim Menschen aber vorhanden. Der wichtigste oder gar einzige Knochen zur Verbindung mit dem Rumpf ist somit das Schulterblatt, welches muskulös mit dem Thorax verbunden ist.
Sonntag, 20. Mai 2012
Der Tinnitus und die Chiropraktik
Der Tinnitus aurium (lat. "das Klingeln des Ohres") oder kurz Tinnitus beschreibt Geräuscheindrücke, die nicht durch ein Schallereignis ausgelöst werden.
Der Tinnitus ist eine Folge einer Störung der Hörfunktion des Menschen, also ein Symptom. Es äußert sich unter anderem als
ein oder mehrere Pfeiftöne
Rauschen
Donnern
Zwitschern
Stimmengewirr
Es gibt nicht immer ein reales Geräusch, das den selben Höreindruck wie der Tinnitus verursacht.
Besonders in den letzten Jahrzehnten ist die Anzahl der Tinntuspatienten in den westlichen Industrieländern dramatisch angestiegen. Man spricht daher in Deutschland bereits von einer Volkskrankheit.
Ursachen
Es sind einige Ereignisse bekannt, die einen Tinnitus auslösen können. Dazu gehören:
Knalltraumata
Sauerstoffmangelversorgung des Innenohrs
Tauchunfälle
Vergiftungen
Dauerlärm
Stress
Therapien
Bei der Diagnose Tinnitus aurium werden verschiedenste Therapien angwandt, von denen keine garantiert Erfolg verspricht. Zu Beginn erfolgt meist eine medikamentöse Behandlung mit Vitamin E-Präperaten, Magnesium, Kortison sowie durchblutungsfördernden Tabletten (z.B. ein pflanzliches Gingko-Präperat) und/oder Infusionen. Desweiteren gibt es Therapieformen aus dem alternativen Spektrum wie Akupunktur sowie teure und aufwendige schulmedizinische Verfahren wie eine Sauerstoffzelttherapie. Entspannungsübungen wie z. B. Autogenes Training können die Chance auf Linderung drastisch verbessern. Die Chance auf eine vollständige Heilung des Tinnitus ist in den ersten drei Monaten noch sehr hoch. Wichtig ist in dieser Phase möglichst wenig Stress, keine zu starke akustische Belastung, aber unbedingt akustische Ablenkung (z. B. leise rhytmische Musik), um sich nicht auf das Ohrgeräusch zu konzentrieren. Absolute Stille führt zur Konzentration auf das Ohrgeräusch und verstärkt es somit. Nach drei Monaten spricht man von einem chronischen Tinnitus. Dann ist es vor allem wichtig, dass der Patient lernt mit dem Ohrgeräusch umzugehen. Oft tritt nach längerer Zeit eine Gewöhnung an das Geräusch ein und der Patient empfindet es nicht mehr als so stark störend wie zu Anfang. Hierbei können psychologische Hilfe und Selbsthilfegruppen den Patienten unterstützen.
Wer den Verdacht hat, von Tinnitus betroffen zu sein, sollte umgehend einen Chiropraktiker aufsuchen. Je früher der Tinnitus behandelt wird, desto höher sind die Heilungschancen.
Der Tinnitus ist eine Folge einer Störung der Hörfunktion des Menschen, also ein Symptom. Es äußert sich unter anderem als
ein oder mehrere Pfeiftöne
Rauschen
Donnern
Zwitschern
Stimmengewirr
Es gibt nicht immer ein reales Geräusch, das den selben Höreindruck wie der Tinnitus verursacht.
Besonders in den letzten Jahrzehnten ist die Anzahl der Tinntuspatienten in den westlichen Industrieländern dramatisch angestiegen. Man spricht daher in Deutschland bereits von einer Volkskrankheit.
Ursachen
Es sind einige Ereignisse bekannt, die einen Tinnitus auslösen können. Dazu gehören:
Knalltraumata
Sauerstoffmangelversorgung des Innenohrs
Tauchunfälle
Vergiftungen
Dauerlärm
Stress
Therapien
Bei der Diagnose Tinnitus aurium werden verschiedenste Therapien angwandt, von denen keine garantiert Erfolg verspricht. Zu Beginn erfolgt meist eine medikamentöse Behandlung mit Vitamin E-Präperaten, Magnesium, Kortison sowie durchblutungsfördernden Tabletten (z.B. ein pflanzliches Gingko-Präperat) und/oder Infusionen. Desweiteren gibt es Therapieformen aus dem alternativen Spektrum wie Akupunktur sowie teure und aufwendige schulmedizinische Verfahren wie eine Sauerstoffzelttherapie. Entspannungsübungen wie z. B. Autogenes Training können die Chance auf Linderung drastisch verbessern. Die Chance auf eine vollständige Heilung des Tinnitus ist in den ersten drei Monaten noch sehr hoch. Wichtig ist in dieser Phase möglichst wenig Stress, keine zu starke akustische Belastung, aber unbedingt akustische Ablenkung (z. B. leise rhytmische Musik), um sich nicht auf das Ohrgeräusch zu konzentrieren. Absolute Stille führt zur Konzentration auf das Ohrgeräusch und verstärkt es somit. Nach drei Monaten spricht man von einem chronischen Tinnitus. Dann ist es vor allem wichtig, dass der Patient lernt mit dem Ohrgeräusch umzugehen. Oft tritt nach längerer Zeit eine Gewöhnung an das Geräusch ein und der Patient empfindet es nicht mehr als so stark störend wie zu Anfang. Hierbei können psychologische Hilfe und Selbsthilfegruppen den Patienten unterstützen.
Wer den Verdacht hat, von Tinnitus betroffen zu sein, sollte umgehend einen Chiropraktiker aufsuchen. Je früher der Tinnitus behandelt wird, desto höher sind die Heilungschancen.
Freitag, 11. Mai 2012
Spannungskopfschmerz
![]() |
| Bildunterschrift hinzufügen |
Wie bei jeder Form länger andauernder Kopfschmerzen sollte der Betroffene ein Schmerztagebuch führen. In diesem sollen die Kopfschmerzattacken mit der subjektiven Einschätzung Ihrer Intensität anhand z.B. einer visuellen Analogskala (VAS, Punkteeinteilung von 0 bis 10 - mit 0 = keine Schmerzen, 10 = stärkste Schmerzen), evtl. ebenfalls vorhandenen sonstigen Auffälligkeiten (Übelkeit, Erbrechen, Lichtscheu etc.) sowie der jeweiligen Dauer und Einschränkung der Lebensqualität für den betroffenen Tag dokumentiert werden. Diese Dokumentation erleichtert dem behandelnden Arzt zum einen das Stellen der richtigen Diagnose, zum anderen die Ausarbeitung einer adäquaten Therapie.
Symptome
Entsprechend der IHS-Kriterien von 1998 kann dann von einem Spannungskopfschmerz gesprochen werden, wenn es sich bei den Kopfschmerzen um Schmerzen im Bereich des gesamten Kopfes (bilateral/holocephal) handelt, die einen drückend-ziehenden, jedoch nicht pulsierenden Charakter haben. Von der Intensität her handelt es sich um leichte bis mittelschwere Schmerzen, die sich bei körperlicher Aktivität nicht verstärken. Die einzelne Kopfschmerzattacke hat eine Dauer zwischen 30 Minuten und 7 Tagen. Vegetative Begleitsymptome wie Lichtscheu und übermäßige Lärmempfindlichkeit, Übelkeit, Erbrechen sowie Appetitlosigkeit treten in der Regel nicht und wenn doch nur sehr selten begleitend auf. Die Unterscheidung zwischen eSK und cSK erfolgen - wie oben bereits erwähnt - anhand der Bestehensdauer: Von eSK spricht man, wenn der SK mindestens 10 Mal aufgetreten ist, jedoch weniger als 180 Kopfschmerztage pro Jahr vorliegen; vom cSK spricht man, sobald die Kopfschmerzen an mindestens 15 Tagen im Monat in mehr als 6 aufeinanderfolgenden Monaten auftraten.
Abonnieren
Posts (Atom)




